Blog: Gruppennoten

 1. Ganz spontan – gab es bei der Durchführung des Rollenspiels ein ‘Aha-Erlebnis’?

Nicht konkret. Jedoch fand ich es diesmal gut, dass ein Thema gewählt wurde, bei welchem sich wohl jeder Student reinfühlen konnte. Generell hatte ich das Gefühl, dass es nochmals schwieriger war einer weiteren Person zuzuhören als beim zweier Konflikt.

2. Was haben Sie in der Rolle der Mediatorin/des Mediators gut gemacht? Aufgrund dieser Erfahrung – auf was werden Sie bei der Vorbereitung eines Konfliktgesprächs in Zukunft besonders achten? Oder: Falls Sie diese Rolle nicht hatten, was hat die Mediatorin/der Mediator gut gemacht?

Im ersten Rollenspiel hat Margarita die Moderation übernommen und ich fand es gut, dass sie uns eine Minute Zeit gegeben hat, um über die Positionen von den andern nachzudenken. Aber in Realität hätte das wohl nicht so ruhig funktioniert. Das Paraphrasieren von Margarita war sehr gut und sie hat auch einmal eingegriffen, wenn die Parteien sich gegenseitig unterbrochen haben. Struktur war gut. Man konnte sehen, dass sie den Ablauf der Mediation schon sehr gut kannte.

Die zweite Runde versuchte ich selbst zu leiten. Da die einzelnen Phasen der Mediation bei mir noch nicht so gut sitzen, war dies nicht ganz so einfach für mich die Struktur einzuhalten. Es fiel mir auch schwer die Themen, über welche wir reden müssen zu sammeln. Und vor allem diese von den Interessen zu unterscheiden.

3. Notieren Sie hier ganz kurz eine Konfliktsituation, welche Sie erlebt haben. Stellen sie sich vor, dass Sie dazu eine Mediation machen würden. Wie würden Sie sich darauf vorbereiten? Können Sie Ihre eigenen Interessen und diejenigen der ‘Konfliktpartei’ benennen?

Da ich mich gerade an keinen Konflikt erinern kann ist es für mich schwierig diese Frage zu beantworten. Aber ich würde im Vorhinein für mich klare Punkte aufschreiben, weshalb ich dieses Verhalten nicht akzeptiere, um bei einem allfälligen aufbrausenden Gespräch gut argumentieren zu können. Ruhig zu bleiben wäre das A und O dieser Mediation. Ich müsste auch stark versuchen weiter Probleme auszublenden. Ich denke dies ist häufig das Problem bei einem Konflikt, dass meistens mehr dahintersteckt, als man am Anfang Preis gibt.


Kommentare

  1. Liebe Andrea
    Bei deiner Mediation ist mir vor allem aufgefallen, dass du nebst einer ausgedehnten Einführung auch auf die Dringlichkeit hingewiesen hast. Meiner Meinung nach wird der Prozess dadurch deutlich unterstützt, indem der Fokus auf die Lösungsfindung gesetzt wird, anstatt dass man beim Konflikt verharrt. Im grossen und ganzen hast du die Mediation gut geleitet. Einzig beim persönlichen Angriff hast du etwas gezögert, ehe du eingeschritten bist. Dafür hast du aber auf den aufgeklappten Laptop hingewiesen, wie von Petra empfohlen.
    Vielen Dank für die Erkenntnisse.
    Stef

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  2. Liebe Andrea,
    Ich stimme dir zu, dass ruhig zu bleiben schwierig sein kann, wenn sich die Situation während einer Mediation aufheizt.
    Auch denke ich, das du bei der Mediation gute Arbeit geleistet hast und wir als Team gut zusammen gearbeitet haben. Die feedbacks waren wichtig und wir so Wege gefunden haben, unsere Leistung als Mediator zu verbessern.
    Abschliessend möchte ich mich für deine Bereitschaft bedanken, ein Rollenspiel auf Englisch zu spielen. Ich schätze das sehr
    LG
    Margarita

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  3. Hallo Andrea
    Ich fand es sehr gut, dass du am Anfang als Mediatorin eine "Background-Info" gegeben hast, wie es überhaupt zu diesem Gespräch kommt (Notenkonferenz etc.). Du hast direkt mit einer Ich-Botschaft auf den Effekt hingewiesen, der der aufgeklappte Computer auf dich hatte. Du hast Augenkontakt mit den Sprechenden gehalten und paraphrasiert mit Sätzen wie "As I understand it right, ...". Insgesamt war es für mich eine stimmige und ruhig geleitete Art der Mediation. Deine eigene Einschätzung scheint mir fast etwas "zu kritisch" – nach meiner Ansicht darfst du mit gutem Selbstvertrauen in die nächste Session starten.
    en liebe Gruess
    Daniel

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  4. Liebe Andrea
    Spannend - danke! Gut zu lesen, dass Du auch gleich in der Rolle erste Erfahrungen mitgenommen hast. Selber durchführen, ist dann sicher immer nochmals anders....mit der Übung wird es sicher immer einfacher, auch die Struktur einzuhalten. Dann kannst Du Dich wirklich auf's Zuhören und Fragen konzentrieren. Auch hilfreich ist sonst eine gute Vorbereitung mit Struktur und Standardfragen bereits vorbereitet. Ich bin immer daran, das Modul zu verbessern...darum nehme ich mit, dass ich diese 'Standardmediationsvorbereitung' nächstes Mal als 'Hausaufgabe' vorbereiten lasse. Danke!
    Liebe Grüsse
    Petra

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